Rinderzucht im Ökobetrieb Thomas Stupp

Hinterwälder Rinder auch in Hessen

 
Das Hinter­wälder-Rind, auch einfach Hinter­wälder, ist ein alter Landschlag des Hausrindes und soll sich aus dem Keltenrind entwickelt haben. Sein Herkunftsgebiet ist der Südsch­warzwald, wo es auch heute noch vorkommt. Die Kühe sind klein­rahmig und haben eine Wider­risthöhe von 115–125 cm bei einem Gewicht von 380–480 kg. Der Kopf ist meist weiß, das übrige Fell hellgelb bis dunkelrot-braun auf weißem Grund, gefleckt. Hinter­wälder sind sehr genügsam und langlebig. Die Kühe sind die langlebigsten in Deutschland. Es war 1992 Haustier des Jahres. Diese Rasse ist leider vom Aussterben bedroht.
 
Auch außerhalb des Südsch­warz­waldes beweisen die Hinter­wälder in zuneh­mendem Maße ihre Eignung zur Beweidung exten­siver steilerer Hanglagen. So finden sich auch in Hessen engagierte Züchter, die z.T. hängige Streuobst­wiesenbe­stände mit ihren Tieren vor der Verbuschung bewahren und in den Hinter­wäldern die dafür prädes­tinierte Rinder­rasse in Hinblick auf geringe Erosions­schäden durch leichtes Körperge­wicht, Genüg­samkeit und Trittsic­herheit gefunden haben.
 
Unsere Zucht­ziele
Wir wollen robuste Tiere, die trotz ihrer Lebhaf­tigkeit friedlich sind. Leicht kalbende, alt werdende Tiere mit dem für Hinter­wälder typischen Ballon­bauch. Dieser ermög­licht den Hinter­wäldern eine hohe Raufut­terauf­nahme bei geringer Grösse. Wir enthornen keine Tiere, weil wir überzeugt sind, dass Kühe mit Hörnern nicht gefähr­licher sind als hornlose Tiere. Die moderne Laufstall- und Weidehaltung macht die Tiere zwar scheu und somit angrif­figer, doch mit genügend Platz und täglichem Kontakt kann dem entgegenge­wirkt werden.
Hinterwälder Rind
Typisches Hinterwälder Rind
Hinterwälder Rind
Hinterwälder Rind auf der Weide
Hinterwälder Rind
Hinterwälder mit Kalb
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